GERD - was ist das?

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Was verursacht GERD?

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine chronische, oft fortschreitende Krankheit, die von einem schwachen unteren Ösophagussphinkter (UÖS) verursacht wird. Wird sie nicht behandelt, können ernsthafte Komplikationen entstehen. Dazu gehören Ösophagitis, Striktur, Barett-Ösophagus sowie Speiseröhrenkrebs.

Der UÖS ist ein Muskel am Übergang von der Speiseröhre zum Magen, der als natürliche Barriere des Körpers gegen den Rückfluss (Reflux) aus dem Magen fungiert. Der UÖS wirkt wie ein Ventil, das Speisen und Flüssigkeiten den Durchgang in den Magen erlaubt. Ein gesunder UÖS verhindert Reflux, indem er sich sofort nach dem Schlucken wieder schließt. (Abb. 1) Bei Menschen mit GERD ist der UÖS jedoch geschwächt und und lässt Säure und Galle aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfließen. (Abb. 2)

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Abbildung 1: Ein gesunder UÖS
verhindert
chronischen Reflux in die
Speiseröhre

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Abbildung 2: Ein schwacher UÖS lässt
Reflux 
in die Speiseröhre zu

GERD-Symptome

Die Symptome von GERD manifestieren sich auf unterschiedliche Weise. Das üblichste Symptom von GERD ist Sodbrennen. Weitere mögliche Symptome sind:

  • Regurgitation
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Schmerzen im Brustkorb
Behandlungsmöglichkeiten

Je nach der Schwere und den Symptomen der Erkrankung steht GERD-Patienten eine breite Palette von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die drei wichtigsten Behandlungsmaßnahmen sind heute jedoch: Änderungen der Lebensführung, Arzneimitteltherapie und chirurgische Eingriffe. Besprechen Sie sich zur Erwägung von Behandlungsmöglichkeiten stets mit Ihrem Arzt.

Änderungen der Lebensführung

Selten auftretendes Sodbrennen kann durch Änderungen der Lebensführung kontrolliert werden, so z. B. Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören und Änderungen der Essgewohnheiten.

Die folgenden Maßnahmen können dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere der Reflux-Episoden zu reduzieren:

  • Kleinere Mahlzeiten essen
  • Scharfe Speisen, Alkohol, Kaffee und Schokolade vermeiden
  • Nach dem Essen in aufrechter Position bleiben
  • Abendessen einige Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen
  • Mit erhöhter Kopfseite der Matratze schlafen

Durch die Einhaltung derartiger Maßnahmen lassen sich die Symptome im Zusammenhang mit seltenen Reflux-Episoden verringern. Patienten mit einer mittleren bis schweren Form von GERD können durch eine Änderung der Lebensführung allein jedoch keine vollständige Linderung der Symptome erzielen.

Arzneimitteltherapie

Arzneimittel zur Therapie von GERD lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Antazida, H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer (PPI). Die Aufgabe dieser Arzneimittel besteht darin, die Bildung von Säure im Magen entweder zu kontrollieren oder zu unterdrücken. Sie haben keinen Einfluss auf die Ursache von Reflux und können Reflux nicht verhindern.

Es ist unbedingt zu beachten, dass jedes dieser Arzneimittel auf eine lebenslange Einnahme ausgerichtet ist. Die Symptome können kurz nach dem Absetzen des Medikaments wieder auftreten.

  • Antazida Antazida sind Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure. Sie bieten eine sofortige, kurzzeitige Linderung, vermeiden aber in der Regel kein chronisches Sodbrennen. Zu den üblichen Antazida gehören: Maalox®, Mylanta®, Tums®, Alka-Seltzer® und Rolaids®.
  • H2-Blocker H2(Histamin)-Blocker wirken auf die säureproduzierenden Zellen (Belegzellen) des Magens. H2-Blocker verringern die Säureproduktion der Zellen, indem sie die stimulierende Wirkung von Histamin auf die Belegzellen hemmen. Sie wirken 8 bis 12 Stunden lang. Die Einnahme eines H2-Blockers am Morgen kann die Säureproduktion und das Sodbrennen am Nachmittag oder Abend nicht verhindern. Zu den üblichen H2-Blockern gehören: Tagamet®, Zantac® und Pepcid®.
  • Protonenpumpenhemmer Protonenpumpenhemmer (oder -inhibitoren, PPI) sind die am häufigsten verschriebenen Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen und magensäurebedingten Störungen. Sie blockieren die Orte der Säureproduktion in den Belegzellen des Magens, die man Protonenpumpen nennt.

Protonenpumpenhemmer unterdrücken die Säuresekretion im Allgemeinen besser und haben eine längere Wirkungsdauer als H2-Blocker. Zu den üblichen PPI gehören: Nexium®, Prevacid® und Protonix®.

Chirurgische Behandlung

Die Reflux-OP erfolgt durch offene Schnitte oder laparoskopische Zugänge in der Bauchdecke. Die Fundoplikatio nach Nissen gilt derzeit als der Standard in der chirurgischen Behandlung von GERD. Bei der Fundoplikatio nach Nissen wird ein Teil des Magens um die Speiseröhre geschlungen, um den geschwächten unteren Ösophagussphinkter zu verstärken.

Das Verfahren ist zwar in der Regel wirksam, aber mit verschiedenen Nachteilen verbunden, die seine Anwendung eingeschränkt haben:

  • Komplikationen wie Schluckstörungen, Blähungen und die Unfähigkeit aufzustoßen oder zu erbrechen sind möglich
  • Die Wirkung kann mit der Zeit verloren gehen
  • Die Erholungsphase nach dem Eingriff dauert mehrere Tage

Eine neue Behandlungsmöglichkeit

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